Erste Clubmeisterschaft des MGS mit 22 Teilnehmern

Knapp ein Jahr nach der Gründung des Vereins fand am Sonntag, den 14. August, nun die erste offizielle Clubmeisterschaft statt. Auf dem Gelände der Mercedes Benz Nutzfahrzeuge in Schlieren, welches der Verein auch als Trainingsplatz benutzen kann, wurde der Wettkampf bei schönstem Wetter durchgeführt.

Der Parkour am frühen Morgen

Am Morgen versammelten sich 22 Teilnehmer zur Anmeldung und Startnummernvergabe. Julie Schwechler stellte sicher, dass von allen Teilnehmern Haftungsauschlüsse und von Nicht-MGS-Mitgliedern Startgelder vorlagen, und informierte diese über den Ablauf.

Unter der Leitung von MGS-Vorstandsmitglied Michael Banditt wurde der Parcours dann nach einer kurzen Einführung zum Ablauf und den Wettkampfregeln in zwei Gruppen abgelaufen.

In zwei Gruppen wurde der Parkour gemeinsam abgelaufen

Jeder Teilnehmer durfte sich vor seinem Start kurz auf einem separaten Feld einfahren, bevor es dann zum Motorrad-Check in die Wartezone ging. Der Parcours wurde in 3 Läufen gefahren. Der erste Lauf zählte nicht und von den beiden weiteren wurde jeweils der beste Lauf zur Wertung gezogen. Es wurde nach Moto Gymkhana-Reglement auf Zeit mit Strafsekunden-Abzug pro Fehler gewertet. Anders als bei internationalen Turnieren, wo die Teilnehmer dann in verschiedene Klassen nach gefahrener Zeit separat gewertet werden, wurde hier nur ein Gesamtklassement mit einer Rangliste geführt, den Fahrern aber die Moto Gymkhana- Klasse errechnet. 

Der Vorstand freut sich sehr, konnte immerhin ein Teilnehmerfeld von 22 Startenden zusammengestellt werden. Neben den aktiven Vereinsmitgliedern des Moto Gymkhana Swiss starteten auch einige Fahrer anderer SAM Sektionen wie den ACE- Bikern und weitere externe Fahrer. Besonders erfreulich und auch spannend war der Start zweier Moto Gymkhana-FahrerInnen aus Deutschland. 

von links: Ella Blaschek (DE), Vladislav Kibets (CH), Mathias (Matze) Brax (DE)

Mit der Startnummer eins legte Vereinspräsident Vladislav Kibets die Messlatte mit einer Zeit von 1:18.904 bereits sehr hoch. Auch für ihn als geübten Fahrer waren die engen Wendungen und Schickanen gar nicht mal so einfach zu bewältigen, vorausgesetzt man wollte möglichst eine gute Zeit in engen Wendungen fahren. Die nicht geübten Fahrer merkten dann schnell, dass der Parcours mit genug Voraussicht und Ausholen ebenfalls gut fehlerfrei absolvierbar ist.

Beeindruckend wurde es bei der Deutschen Fahrerin Ella Blaschek. Sie zeigte mit einem souveränen sportlichen Fahrstil mit hohen Tempo, dass es durchaus auch Frauen mit den Spitzenfahrern aufnehmen können. Leider hatte sie nach einem guten Probelauf in den beiden zählenden Läufen Pech und musste aufgrund Fehlern disqualifiziert werden. Welchen Podestplatz sie ansonsten den Herren abgestaubt hätte, wird wohl bis zur nächsten Meisterschaft ein Rätsel bleiben. Die einzigen beiden Schweizer Fahrerinnen Anna Biro und Julie Schwechler absolvierten den Parcours nicht ganz so schnell wie ihre Deutsche Kollegin, konnten sich aber mit den Rängen 11 und 15 trotzdem gut platzieren. 

Der Wettkampf blieb spannend bis zum Schluss. Die Elektromotorrad-Fahrer Michael Banditt und Thomas Bechtiger zeigten, dass eine gute Zeit auch stumm gefahren werden kann und erreichten Platz 8 und 9. Auch manch vermeintlicher Anfänger kratzte mir nichts, dir nichts, um die Schikanen, als würde er das schon immer so tun. So Raphael Fröhlich von den ACE-Bikern, welcher mit seinem Oldtimer (eine 1976er Suzuki GT 550) in beeindruckender und zügiger Schräglage sowie dröhnenden Auspuff auf den 7. Rang fuhr. Geheimfavoriten Daniel Holenweg und Viktor Mazzoleni gelang es trotz sportlichen Fahrten nicht, dem extra aus Deutschland angereisten Mathias (Matze) Brax Parole zu bieten und seine Siegeszeit von 1:09.637 zu unterbieten. Wäre Viktor doch besser mit der Goldwing gestartet? Trotzdem reichte es zu einem verdienten 4. Platz für ihn, während Daniel mit weniger als zwei Sekunden Abstand hinter Mathias sich den 2. Platz sicherte.

Daniel Holenweg

An Moto Gymkhana Wettkämpfen sind alle zugelassenen Motorrad-Typen erlaubt. Das eine oder andere Motorrad eignet sich zwar besser oder schlechter und muss je nach dem umgebaut werden. Auch an diesem Wettkampf waren verschiedene Motorradtypen am Start, was neben den Fahrkünsten genauso spannend für die sichtlich erfreuten Zuschauer war. 

Nicht nur unterschiedliche Motorradtypen waren am Start sondern auch die Kopfbedeckungen variierten. (Bild: Rainer Meier)

Zum Schluss wurden nicht nur die Sieger, sondern alle Fahrer mit ausreichend Preisen versorgt. Dank grosszügiger Sponsoren konnte somit jeder Fahrer und jede Fahrerin mit einer Tasche voller kleiner Preise und einer Wettkampfurkunde zufrieden nach Hause reisen.

Roger Uhr vom SAM

Zudem wurden fünf grosse Hauptpreise unter den Startenden verlost. Moto Gymkhana Swiss und alle Startenden bedanken sich herzlich für die grosszügigen Preise der Sponsoren, ohne die ein solcher Anlass nicht stattfinden könnte: Mercedes Benz Nutzfahrzeuge Schlieren, E-Performance Stansstad, TCS Fahrzentrum Frick, Hostettler Moto Eschenbach, Kawasaki Schweiz, bemoto GmbH Zürich, B+B Sport, Midland Oil und natürlich unser Mutterverband SAM. 

Nochmals eine Herzliche Gratulation den drei Bestplatzierten: 1. Mathias Brax, Tettnang DE, 2. Daniel Holenweg, Beringen SH, 3. Vladislav Kibets, Embrach ZH.

v.l.: Daniel Holenweg, Mathias Brax, Vladislav Kibets

Die detaillierte Rangliste sowie die Gewinner der Hauptpreise finden sich hier.


Wir danken unseren Partnern und Sponsoren:

E-Performance.ch, Stansstaad
Bemoto GmbH, Zürich
TCS Fahrzentrum Frick
Hostelller Moto in Eschenbach
Mercedes-Benz Nutzfahrzeuge AG Schlieren
B+B Sport
Midland
Kawasaki
Schweizerische Auto- und Motorradfahrer-Verband

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